Der neue Leptospirose-Impfstoff L4

Jedes Jahr werden Sie von uns aufgerufen ihren Liebling impfen zu lassen. Diese Impfung ist sinnvoll zur Gesunderhaltung ihres Vierbeiners. Sie umfasst: Parvovirose, Staupe, Hepatitis, Parainfluenza und Leptospirose. Bisher wurden 3 Leptospirenstämme durch die Impfung erfasst. Seit Anfang August 2015 impfen wir nun in unserer Praxis gegen 4 Leptospirenstämme: L. icterohaemorrhagiae, L. canicola, L. grippotyphosa, L. bratislava. Dieser neue Impfstoff verhindert klinische Symptome der Leptospirose und die Ausscheidung von Leptospiren über den Urin. Um eine sichere Immunisierung zu erreichen, muss dieser Leptospirenstamm erneut grundimmunisiert werden, das heißt für sie als Besitzer: Sie kommen zur jährlichen Impfung und danach erneut nach 4 Wochen nochmal zur Auffrischung des L4 Impfstoffs. Danach bleibt der jährliche Rhythmus bestehen, der besonders für die Leptospirose eingehalten werden muss.

Wissenswertes über Leptospirose:

Leptospirose führt im Falle einer Erkrankung beim Hund zu Fieber, Gelbsucht, Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen, Leberversagen, Atemwegserkrankungen und Abort. Leptospirose ist eine meldepflichtige Zoonose, das heißt eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung. In unseren Breitengraden tritt diese Erkrankung selten auf. Sie führt zu eher unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Myalgie, Nierenversagen, Leberversagen, Gelbsucht, Lungenblutungen, Meningitis, Myokarditis und Uveitis. Leptospiren haben die Fähigkeit lange Zeit in stehendem Wasser und feuchter Umgebung zu überleben. Die wichtigste Art der Ansteckung ist die direkte über den Harn, seltener über Speichel erkrankter Tiere oder den Harn. Es gibt auch gesundaussehende Dauerausscheider, die bis zu 4 Jahre Leptospiren ausscheiden können. Reservoire für Leptospiren sind Nagetiere, Haus- und Wildtiere.